| Am 28. Mai 1857 schlug der Berg nochmals zu. Auf Höhe des Schacht 1 war eine Tunnelschmiede (Esse)
eingerichtet, und am Mittag blies den Schmieden ein ungewöhnlich
starker Luftzug die Lampen aus. Im Schacht waren die mit einer dicken
Russschicht überzogenen Stützbalken und Bretter in Brand
geraten. Ein Teil der Arbeiter konnte sich vor dem Einsturz der
brennenden (Sparren) und
Bretter retten. Gewaltige Erdmassen polterten in den Tunnel und
schnitten 52 Arbeitern den Rückweg ab. Um den Brand zu
löschen, leitete man von oben den Inhalt eines ganzen Weihers in
den Schacht 1. Daraufhin wollte man versuchen, vom Tunnel her einen
Durchgang durch den Schuttkegel zu graben. Als man aber den vom Wasser
ganz lehmigen Schuttkegel anbohrte, traten aus diesem gewaltige Mengen
giftiger Kohlenoxydgase
aus. Doch der Rettungswille der Menschen kannte keinen Grenzen. Nach
einiger Zeit wurde der Rettungsversuch abgebrochen, denn 11 Retter
starben durch Vergiftung, und gegen 500 Männer wurden
besinnungslos aus dem Tunnel getragen. Mit verschieden Mitteln wurde
daraufhin versucht, eine bessere Luftzirkulation
herbeizuführen. Nichts half. Am achten Tag nach dem Unglück
gelang es endlich, einen Durchbruch zu machen. Im Tunnel hinter der
Barrikade fand man alle 52 Eingeschlossenen tot vor. Wie es schien,
waren sie schon am ersten Tag nach dem Unglück infolge der Gase
gestorben. Das Unglück kostete insgesamt 63 Arbeitern das Leben Text aus Wikipedia |